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Ortsteil Jahnsfelde
Geschichte und Tourismus

Geschichte

Jahnsfelde ist wie Müncheberg, Obersdorf, Trebnitz und Dahmsdorf eine schlesische Gründung und dürfte zeitgleich mit dem Marktflecken, dem späteren Müncheberg und den anderen Dörfern entstanden sein.

1244 als Jansuelde erstmals schriftlich erwähnt, kam der Ort schon bald in den Besitz der Familie Pfuel und wurde zu deren Stammsitz. Seit 1449 hatte sie hier das Sagen, hatten Besitzungen in Müncheberg, Buckow und in 22 Dörfern des Lebuser Landes. Sie beförderte die Herausbildung eines historischen Dorfkernes mit Feldsteinkirche, interessantem Gutshaus (Schloss) und einem Park mit teilweise seltenen Bäumen.
Der Pfuel'schen Familie ist es auch zuzuschreiben, dass sich der Ort zu einem der geistig kulturellen Zentren des Lebuser Landes entwickelte, in dem sich sowohl die Größen von Kunst und Kultur, als auch die führenden Köpfe der Politik des 18. und 19. Jhd. regelmäßig trafen.
Kurfürstliche Räte, Doktoren der Rechte und namhafte Generäle sind dem Pfuel'schen Geschlecht entsprungen. Der wohl Bekannteste unter ihnen dürfte der 1779 hier in Jahnsfelde geborene Ernst von Pfuel gewesen sein, Jugendfreund von Kleist und guter Bekannter von Bettina und Achim von Arnim und Karl August und Rahel Varnhagen. Auch Körner, Scharnhorst, Gneisenau und der Freiherr von Stein gehörten zu Pfuels Freundeskreis, der als junger Offizier bei Jena und Auerstädt gegen Napoleon kämpfte, später in russische Dienste trat und dort zum Chef des Generalstabes des General Tettenborn avancierte, den preußischen Angriff bei Waterloo plante und schließlich Stadtkommandant von Paris wurde. In seinem bewegten Leben lernte er sowohl den "Dichterfürsten" Johann Wolfgang v.Goethe als auch den Philosophen Karl Marx kennen.

Tourismus

Sehenswürdigkeiten:

Die Kirche in Jahnsfelde
Kirche
Flachgedeckter rechteckiger Feldsteinbau mit leicht eingezogenem Westturm, im Kern mittelalterlich.
Vom Ursprungsbau das vermauerte Spitzbogenportal und die kleinen rundbogigen Schallöffnungen des Westturmes erhalten.
Umfassende Erneuerung in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Veränderung der Fenster, Einbau eines Westportales und Zufügung der Turmgiebel in neugotischer Form.
Im Inneren Wappenepitaph aus Sandstein Christian von Pfuel † 1593, Altar und Kanzel 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts

Gutshaus, Schloss
Neugotischer Backsteinbau vom 1871. Nur der verputzte 7achsige Mitteltrakt im Kern wohl 17. Jahrhundert. Sehenswertes Kreuzgratgewölbe im Kellergeschoß, umgebaut um 1800, nach 1991 umfangreiche Instandsetzung im Innenbereich.

Gedenkstätten
Kriegsgräberstätte des II. Weltkrieges auf dem Gemeindefriedhof
Kriegsgräberstätte des I. Weltkrieges auf der Dorfaue
Gedenkstein für die Gefallenen der Völkerschlacht bei Leipzig 1813

Wanderwege:
Die vielfältigen Wandermöglichkeiten in Jahnsfelde sollten am Gutspark beginnen. Mit seinen teilweise sehr seltenen und einmaligen Bäumen (Hängebuche, Holländische Linde, Eiche, Schwarzkiefer, Gurkenmagnolie, Platane, Schwarznuß, Lebensbaum, Gingko) ist er ein idealer Ausgangspunkt für interessante Wanderrouten.

Jahnsfelde-Haselheide (Örtlicher Wanderweg)
Jahnsfelde-Talheide (Örtlicher Wanderweg)
Jahnsfelde-Rohrfichten (Örtlicher Wanderweg)
Jahnsfelde-Trebnitz (Überörtlicher Wanderweg)
Jahnsfelde-Bauernsee-Krummer See (Überörtlicher Wanderweg)