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Feuerwehr der Stadt Müncheberg

Ortsfeuerwehr Jahnsfelde

   

Personal

Name: Robin Bahro

Name: Michael Ohle

Namen: Kenneth Birkholz

Name: Lisa Löbl

Anzahl: 13

Anzahl: 13

Anzahl: 11

Geschichte

Gründung FF Jahnsfelde 1908
Gründung JFW 1999 vorher Brandschutzhelfer DDR Zeit
1952 1.eigene Gerätehaus gegenüber vom Schloss
2018 Einweihung neues Gerätehaus Dorfstraße
Fuhrpark:
1908-1952 Anhänger von Pferden gezogen
1952-1993 TSA gezogen durch Traktor
1993-2003 KLF Barkas 1000 mit Schlauchhaspelanhänger
2003- TSF mit Schlauchhaspelanhänger
Jugendfeuerwehranhänger
Die Tradtionsfahrzeuge KLF und TSA wurden durch den Förderverein der FF Jahnsfelde übernommen.

 

**Wie alles begann**

 

Einziger Ausweg: ein freiwilliger Zusammenschluss von Dorfbewohnern, die den festen Willen mitbrachten, zu helfen und zu schützen, und die bereit waren, sich die dazu notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten im zähen Training zu erarbeiten. So stand dann auch bei den Jahnsfeldern, die sich 1908 freiwillig und uneigennützig bereit erklärten, ihren Mitmenschen in Not zu helfen und ihr Eigentum vor Schaden zu bewahren, das Training an erster Stelle. Fachliche Anleitung erhielten die Jahnsfelder auch aus Müncheberg, deren freiwillige Wehr schon auf 20 Jahre Bestehen zurückblicken konnte. Handwerker, Gutsbeschäftigte und vor allem Ackerbürger waren es, die seinerzeit die Jahnsfelder Wehr ins Leben riefen. Namen wie Korn und Kliems sind mit der Gründung dieser Wehr eng verbunden. Mitglieder dieser Familien gehörten, wie Wilhelm Korn, zu ihren geistigen Vätern und ersten Führern. Sie waren es auch, die die Entwicklung der Wehr in den Gründungsjahren maßgeblich vorantrieben. Schon am 3. April 1910 nahmen Jahnsfelder Kameraden an der Oberführertagung in Frankfurt/Oder teil, sind Gründungsmitglieder des im gleichen Jahr in Müncheberg gegründeten Lebuser Kreisfeuerwehrverbands, und auch in den folgenden Jahren sind Vertreter unserer Wehr in allen kreislichen und überkreislichen Veranstaltungen zugegen.

 

**Kriegsjahre**

 

Leider wirkte sich der I. Weltkrieg auch bei uns in Jahnsfelde außerordentlich negativ auf die Feuerwehrarbeit aus. Finanzielle Mittel flossen mehr und mehr in die Kriegswirtschaft, der Personalbestand der Feuerwehr dezimierte sich durch den Einzug zahlreicher Kameraden zum Wehrdienst. Übungen wurden abgesetzt oder nur noch sporadisch durchgeführt, und auch die Bereitschaft zur Mitgliedschaft in der Feuerwehr erlahmte. Lediglich bei Bränden demonstrierte die Feuerwehr so gut es ging Geschlossenheit.

 

Nach dem Krieg dauerte es auch in unserem Dorf geraume Zeit, bis sich der alte Vorkriegszustand wieder einstellte. Wilhelm Korn, der die Wehr bis 1945 führte, ist es maßgeblich zuzuschreiben, dass sich unter den Dorfbewohnern wieder ausreichend Freiwillige fanden, die unter Leitung der "alten Hasen" wieder aktiv in der Feuerwehr mitarbeiteten. Wie schnell die Feuerwehr dann bald auch wieder war, konnte man am 8. Februar 1922 unter Beweis stellen. An diesem Tag war im Pfuelschen Gut auf einem Stallboden Feuer ausgebrochen. Es wurde in kürzester Zeit ohne die geringste Gefahr für das Gebäude gelöscht.

 

Mit einer großen Feier beging die Wehr 1933 ihren 25. Jahrestag und konnte stolz den zahlreich zu diesem Jubiläum angereisten Wehren ihren Ausbildungsstand dokumentieren. Als fast auf den Tag genau 10 Jahre später die Wehr durch den Bezirksführer besichtigt wurde, zeigten sich auch in Jahnsfelde Probleme, die der Ausbruch des II. Weltkrieges mit sich brachte, deutlich. Von 27 aktiven Kameraden waren über 50 % zum aktiven Wehrdienst eingezogen worden; unter den 17 zur Abnahme angetretenen Feuerwehrmitgliedern waren allein 8 Hitlerjungen, die man als Feuerwehrleute ausgebildet hatte. Diejenigen Kameraden, die im April 1945 den Ort nicht verlassen hatten oder nicht verlassen durften, mussten tatenlos mit ansehen, wie all das, für dessen Erhalt sie und Generationen vor ihnen aufopferungsvoll gekämpft hatten, oft innerhalb weniger Stunden in Flammen aufging und vernichtet wurde. Der furchtbarste, schrecklichste und verlustreichste aller Kriege war an seinen Ausgangspunkt Deutschland zurückgekommen. Das kleine märkische Dorf Jahnsfelde hatte ihm in letzter Stunde einen hohen Tribut zollen müssen.

 

**Nach dem Krieg**

 

Die Bilanz, die die Kameraden zogen, welche aus Pflichtgefühl und Verantwortungsbewusstsein auch nach dem verlorenen Krieg wieder Mut fassten und zur Stelle waren, um zu helfen, war mehr als deprimierend. Viele ihrer Mitstreiter hatten auf den Schlachtfeldern des Krieges ihr Leben lassen müssen, galten als vermisst oder hatten ihr Heil in der Flucht in den Westen gesucht. Das heimatliche Dorf war stark zerstört, Ausrüstungen und Geräte der Feuerwehr waren vernichtet. Erich Korn und seine Getreuen standen lediglich eine alte Wagenhandspritze zur Verfügung. Da die Räder fehlten, hatte man sie auf eine Schleppe gestellt und zog sie so zur Brandstelle. Im Juli 1948 wurde sie letztmalig eingesetzt, als bei Kaufmann Schulze, dem heutigen Partyservice Schulze, eine Strohmiete infolge Blitzschlags in Brand geraten war. Während 8 Kameraden seinerzeit die Spritze bedienten, bildeten die anderen und weitere Freiwillige eine Eimerkette und beförderten das Wasser aus dem Brunnen in die Spritze. Mit einem C-Rohr wurde so versucht, das Feuer einzudämmen.

 

1950 dann endlich wieder eine eigene Motorspritze und ein Mindestmaß an feuerwehrtechnischer Ausrüstung. Zwar war alles noch etwas primitiv auf einem offenen Wagen deponiert und bei Ernst Schulze untergestellt, aber man war wieder motorisiert. Gut zwei Jahre später war dann die Freude über ein eigenes Gerätehaus und einen ordentlichen Feuerwehranhänger mit Tragkraftspritze und sämtlichem Zubehör groß.