13 Monate, ein Modulbau und ein großer Schritt für die Stadt Müncheberg: Am Mittwoch, 19. August, wurde der neue Modulbau der Oberschule Müncheberg feierlich eröffnet. Was im vergangenen Sommer mit der Grundsteinlegung begann, ist nun ein fertiges, modernes Schulgebäude, das am Montag, 24. August endgültig lebendig wird.
Dann starten die Schülerinnen und Schüler mit einer eigenen Feier in ihr neues Bildungszuhause. Bis dahin gehört der Neubau noch wenige Tage den Gästen, Planern und Handwerkern. Im Inneren ist alles bereit, lediglich rund um das Gebäude wird noch an den letzten Details gearbeitet.
Vom Grundstein zum fertigen Schulgebäude
Es ging schnell: Am 18. Juli 2025 wurde der Grundstein gelegt, nur ein Jahr später steht ein rund 60 Meter langes und 20 Meter breites Gebäude auf dem Schulgelände. Drei Etagen, 13 Klassenräume sind entstanden und jede Menge moderne Technik verbaut.
Dass das Gebäude aus einzelnen Modulen zusammengesetzt wurde, sieht man ihm kaum an. Die frische Farbgebung setzt sich innen wie außen fort und ist harmonisch aufeinander abgestimmt. Holz, Beton und Glas ergänzen das moderne Gestaltungskonzept und verleihen dem Bau eine freundliche, klare Atmosphäre.
Bürgermeister Fritz-Georg Streichert bezeichnete die Bauzeit bei der Eröffnung als „sensationell kurz“. Und tatsächlich: Vom ersten Grundstein bis zur fertigen Innenausstattung vergingen gerade einmal 13 Monate. Dass dies gelungen ist, ist für die Stadt vor allem eine Gemeinschaftsleistung.
Ein Dank an viele Hände
In seiner Rede richtete Bürgermeister Fritz-Georg Streichert deshalb einen besonderen Dank an all jene, die hinter den Kulissen und auf der Baustelle dafür gesorgt haben, dass aus den Plänen ein fertiges Gebäude wurde.
Sein ausdrücklicher Dank galt dem Ingenieurbaubüro Trenczek und dem Generalunternehmer Kleusberg ebenso wie den Garten- und Landschaftsplanern, den Garten- und Landschaftsbauern, den Wegebauunternehmen und den Lieferanten der Schulmöbel.
Auch Reinigungsunternehmen, Hersteller, Lieferanten, Logistikunternehmen und ebenso die Mitarbeiter der Stadtverwaltung gehörten für ihn zu den vielen Puzzleteilen, die am Ende zusammenpassen mussten. Es braucht nicht nur Planung, auch Organisation, Handwerk, Lieferketten und viele Menschen, die ihre Aufgabe zuverlässig erledigen. Dass der Neubau pünktlich fertig wurde, ist deshalb auch das Ergebnis dieser Zusammenarbeit.
Drei Dinge, die zusammengehören
Für seine Eröffnungsrede hatte Fritz-Georg Streichert ein ungewöhnliches Bild gewählt. „Eine Familie gründen, ein Haus bauen, einen Baum pflanzen“ – diesen Dreiklang nahm der Bürgermeister zum Anlass, über die Bedeutung des neuen Schulgebäudes nachzudenken.
Das Haus, so seine Botschaft, ist dabei mehr als ein Dach über dem Kopf. Es schafft einen Ort, an dem junge Menschen Sicherheit, Orientierung und Bildung finden. Hier sollen sie Wissen erwerben, Gemeinschaft erleben und ihre eigene Identität entwickeln.
Und dann kam der Baum.
Gemeinsam mit Landrat Gernot Schmidt pflanzte Fritz-Georg Streichert vor dem Haupteingang eine Blutpflaume. Sie soll künftig an die Eröffnung erinnern und steht zugleich für Verwurzelung und Neubeginn – vor allem aber für den Blick auf die Generationen, die nach uns kommen.
Ein passendes Bild für einen Schulstandort, der ebenfalls wachsen soll.
Müncheberg bleibt Schulstandort mit Perspektive
Der neue Modulbau kommt nicht von ungefähr. Ihm ging ein politisches und organisatorisches Bekenntnis zum Standort voraus.
Bereits im Juli 2023 hatte sich der Landkreis Märkisch-Oderland zum Schulstandort Müncheberg bekannt. Ab September folgten Arbeitsgespräche zwischen Landkreis und Stadt. Im September 2024 wurde schließlich der Kooperationsvertrag geschlossen. Er legte unter anderem den Bau des Erweiterungsgebäudes und die Fünfzügigkeit der Oberschule fest.
Für Bürgermeister Fritz-Georg Streichert ist das ein wichtiges Signal. Müncheberg soll ein Schulstandort von regionaler Bedeutung bleiben und langfristig gute Bildungschancen bieten.
Landrat Gernot Schmidt sieht Müncheberg dafür ebenfalls gut aufgestellt. Bei der Einweihung verwies er auf die gute Anbindung der Stadt an den öffentlichen Personennahverkehr und das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) als bedeutenden Forschungsstandort. Gerade das Zusammenspiel dieser Einrichtungen und Angebote mache den Standort besonders.
Für einen attraktiven Bildungsstandort brauche es laut Schmidt mehr als Schulen und Forschung. Auch ein gutes Lebensumfeld, Sicherheit, Wohnraum und Bildungschancen seien wichtig. Die geplanten weiteren künftigen Bauvorhaben passten daher gut in die Entwicklung Münchebergs.
Bürgermeister Fritz-Georg Streichert nutzte die Eröffnung deshalb auch, um Landrat Gernot Schmidt, den Beigeordneten und Fachbereichsleitungen des Landkreises sowie dem Kreistag ausdrücklich für ihre Unterstützung zu danken. Die Botschaft der Stadt ist klar: Wer in Bildung investiert, investiert in die Zukunft der Region.
Wie diese Investition konkret aussieht, zeigt sich auch an den neuen Räumlichkeiten.
Bis zu 16 Räume - Neue Möglichkeiten
Auf drei Etagen stehen 13 Klassenräume zur Verfügung. Drei davon lassen sich teilen. So können bei Bedarf bis zu 16 Unterrichtsräume genutzt werden. Dazu kommen ein Pausenraum, eine große Aula und ein Multifunktionsraum. Der kann beispielsweise für die schriftlichen Abschlussprüfungen der zehnten Klassen genutzt werden.
Auch das Kollegium bekommt mehr Platz. Im ersten Obergeschoss gibt es ein großes Lehrerzimmer mit kleiner Küchenzeile sowie zusätzliche Vorbereitungsräume und separate Toiletten.
Ein Aufzug an der Nordseite verbindet alle drei Etagen und sorgt dafür, dass das Gebäude gut zugänglich ist.
Wer die neuen Klassenräume betritt, wird aber eines vergeblich suchen: Kreidetafeln.
Stattdessen gehören digitale Whiteboards zur Grundausstattung. In den teilbaren Räumen gibt es jeweils zwei davon. Auch eine Lautsprecheranlage ist neu. Durchsagen können künftig direkt aus dem Sekretariat im Nebengebäude erfolgen.
Und auch auf dem Dach ist einiges los: 128 Photovoltaikmodule bringen zusammen eine Leistung von 50 Kilowatt. Damit produziert das Gebäude einen Teil seiner Energie selbst.
Der Neubau ist also nicht nur größer, sondern auch digitaler und energetisch zeitgemäßer.
Ein Schulgebäude soll zum Leben erwachen
Bei aller Technik und allen Zahlen geht es am Ende aber um die Menschen, für die das Gebäude gebaut wurde.
Bürgermeister Fritz-Georg Streichert machte bei der Eröffnung deutlich, dass Schule mehr leisten müsse als reine Wissensvermittlung. Schülerinnen und Schüler sollten hier Toleranz, Akzeptanz, Respekt, Offenheit und Gemeinsinn erfahren und lernen, Verantwortung zu übernehmen.
Auch für neue Unterrichtsformen schafft der Neubau Raum. Das gilt insbesondere für das Duale Lernen.
Schulleiterin Ines Wüstinger sieht in der Investition des Landkreises eine Anerkennung der pädagogischen Arbeit an der Schule. Die zusätzlichen Räume und ihre moderne Ausstattung verbessern die Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler spürbar.
Schulrat Michael Liesk brachte es bei der Eröffnung abschließend auf einen kurzen Nenner: „Jetzt muss es mit Inhalten gefüllt werden.“
Und genau das passiert ab Montag.
Danach beginnt der Alltag, für den das Gebäude gebaut wurde: Unterricht und Pausen, Prüfungen und Projekte, Gespräche und Begegnungen – kurz gesagt: Schule.
Rund um das Gebäude wird derweil noch weitergearbeitet. Die letzten Arbeiten im Außenbereich sollen nach Einschätzung von Bürgermeister Fritz-Georg Streichert in den kommenden ein bis zwei Wochen abgeschlossen werden.
So wird aus dem Modulbau Schritt für Schritt ein vertrauter Ort. Ein Ort, an dem gelernt, gelacht, diskutiert, ausprobiert und gemeinsam Zukunft gestaltet wird.
„Dieses Gebäude ist mehr als die Basis aus Modulen, Beton, Stahl, Holz und Glas“, sagte Bürgermeister Fritz-Georg Streichert in seiner Rede. Es sei „das Fundament für die Träume von morgen“.






