Am 20. Mai 2026 besuchte eine Delegation aus Müncheberg mit Bürgermeister Fritz-Georg Streichert, dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Herrn Hahnel, der Trebnitzer Ortsvorsteherin Frau Berendt sowie Frau Dr. Tauschke vom Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e.V. die schlesische Stadt Trzebnica (Trebnitz) und die niederschlesische Metropole Wrocław (Breslau).
Höhepunkt des Besuchs war die feierliche Unterzeichnung eines Memorandums zur künftigen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Müncheberg und der Gemeinde Trzebnica im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau. Unter der Schirmherrschaft von Generalkonsul Martin Kremer wurde damit ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer offiziellen Städtepartnerschaft vollzogen.
Die Absichtserklärung bekräftigt den gemeinsamen Willen beider Kommunen, langfristige Beziehungen aufzubauen und die Zusammenarbeit in den Bereichen Jugend, Bildung, Kultur, Sport sowie öffentliche Dienstleistungen zu fördern. Grundlage hierfür sind gemeinsame historische Wurzeln, der gegenseitige Erfahrungsaustausch und das Engagement von Vereinen, Institutionen und Bürgerinnen und Bürgern beider Gemeinden.
Die Idee für die Partnerschaft entwickelte sich aus bereits bestehenden Kontakten, insbesondere durch die Aktivitäten des Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrums e.V. und dessen Zusammenarbeit mit dem Kloster der Borromäus-Schwestern in Trzebnica. Das Schloss Trebnitz hat sich in den vergangenen Jahren als bedeutender Ort der internationalen Bildungs- und Begegnungsarbeit etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zum deutsch-polnischen Dialog.
Zu Beginn des Besuchs wurde die Delegation im neuen Rathaus von Trzebnica von der Ersten Stellvertretenden Bürgermeisterin Krystyna Haładaj empfangen. In konstruktiven Gesprächen wurden Perspektiven einer zukünftigen Zusammenarbeit erörtert. Besonderes Augenmerk lag auf Jugendbegegnungen, Bildungsprojekten, kulturellem Austausch sowie der stärkeren Vernetzung gesellschaftlicher Akteure. Von polnischer Seite wurde zudem der Wunsch geäußert, bereits vor Abschluss eines offiziellen Partnerschaftsvertrages Kontakte zwischen Feuerwehren und Sportvereinen beider Städte zu initiieren.
Im Anschluss besuchte die Delegation das traditionsreiche Kloster in Trzebnica. Dabei wurden die historischen Verbindungen zwischen dem schlesischen Trzebnica und dem brandenburgischen Trebnitz eindrucksvoll sichtbar. An den Gesprächen nahm auch die Generaloberin der Kongregation der Schwestern der Heiligen Barmherzigkeit des Heiligen Karl Borromäus, Schwester Natanaela Dziubata SMCB, teil.
Der Besuch fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum Sommerfest des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland in Breslau statt. Die Veranstaltung stand im Zeichen des 35. Jahrestages des deutsch-polnischen Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit sowie des 10. Jahrestages der Kooperation zwischen Brandenburg und Niederschlesien.
Die Beziehungen zwischen Trebnitz und Trzebnica reichen jedoch weit über die Gegenwart hinaus. Historische Verbindungen lassen sich bis ins Jahr 1224 zurückverfolgen und bilden ein starkes Fundament für die Entwicklung einer modernen und lebendigen Partnerschaft. Die nun unterzeichnete Absichtserklärung schafft die Grundlage für weitere Gespräche und politische Beschlüsse in beiden Kommunen. Ziel ist die offizielle Unterzeichnung eines Städtepartnerschaftsvertrages, der die Zusammenarbeit dauerhaft festschreiben und den Austausch zwischen den Menschen beider Regionen weiter stärken soll.






